Home
GESUNDHEITS-
UND KURSZENTRUM
Topbild
Hypnose - N L P - Autogenes Training 

Was ist Hypnose?

Leider existieren sowohl bei medizinischen Laien als auch bei Ärzten immer noch falsche Vorstellungen, was Hypnose eigentlich ist. Das allgemeine Wissen zum Thema Hypnose stammt zumeist aus Krimis oder diversen Bühnenshows, die ein völlig falsches Bild von diesem Verfahren vermitteln. Allzu verständlich ist daher die Angst vor Kontrollverlust.

 

Wie funktioniert Hypnose?

In der Hypnose wird ein besonderer Bewusstseinszustand angestrebt, nämlich der hypnoide. Der hypnoide Bewusstseinszustand ist nicht mit einem Schlafzustand zu verwechseln sondern eine Form der besonderen Wachheit. Diese Wachheit wird hervorgerufen durch die Ausschaltung vieler äußerer Sinneswahrnehmungen, so daß für den Patienten mit Hilfe seines Therapeuten die Möglichkeit besteht, sich ohne störende Einflüsse von außen auf ein bestimmtes Themengebiet zu konzentrieren.

Der unter Hypnose befindliche Patient kann durch Ausschaltung der Sinnesorgane (außer dem Gehörsinn), Herabsetzung des Realtitätsbezuges und damit verbunden das Abschalten komplexer Denkvorgänge in eine Art Trance versetzt werden, die sogar die körperliche Bewegungsfähigkeit einschränken kann. Die moderne Hypnosetherapie konstatiert, daß der Zustand jederzeit reversibel sei, so daß von einer Willenlosigkeit vor der viele Menschen Angst haben, nicht die Rede sein kann. Der Wille des Menschen könne nicht beeinflußt werden und nur wer wirklich zur Hypnosetherapie bereit sei, könne auch in Hypnose versetzt werden.

 

Wie wird man in Hypnose versetzt?

Eine Hypnosesitzung wird im Allgemeinen durch den Therapeuten mit Hilfe eines durch den Patienten per Auge zu fixierenden Gegenstandes eingeleitet. Hierbei kommt es weniger auf den zu fixierenden Gegenstand an, als auf den Akt der Konzentration auf diesen. Es kann also sowohl ein Stift verwandt werden, als auch ein Pendel. Das Pendel an sich hat aber keine hypnotische Wirkung.

Die Konzentration auf einen Gegenstand erleichtert die Ausschaltung der Sinneswahrnehmungen in Vorbereitung auf den hypnoiden Zustand. Begleitet wird die Fixierung der Augen auf den Gegenstand durch eine mentale Vorbereitung des Therapeuten auf den hypnoiden Zustand durch sprachliche Einstimmung.

 

Anwendung der modernen Hypnosetherapie:

Heute wird wie in vergangenen Jahrhunderten oftmals die Hypnose zu schaulustigen Zwecken eingesetzt. Wie damals auf Jahrmärkten existieren auch in unserer aufgeklärten Welt des neuen Jahrtausends immer noch Menschen, die meinen, Probanden vorführen zu müssen, indem sie auf größeren Veranstaltungen Menschen auf Tische steigen und wie die Hühner gackern lassen.

Glaubt man modernen Hynosetherapeuten, ist eine solche Willensbeeinflussung in dieser Form nicht möglich, die vorgeführten Probanden müssen wohl schon vor der Hypnose innerlich eingewilligt haben, sich lächerlich zu machen. In der Tat ist solches Vorführen sowohl der Probanden als auch der tatsächlichen Möglichkeiten der Hypnosetherapie als äußerst fragwürdig anzusehen.

Die moderne Hirnforschung zeigt bei der Messung von Hirnwellen. daß durch Hypnose, autogenes Training, Entspannung und Meditation ein kurzweiliges EEG (Elektroenzephalogramm) nachweisbar wird, der so genannte Alpha-Rhythmus. Dem Laien wird der Begriff des Alpha-Rhythmus' erklärlich, indem er sich den Zustand kurz vor dem Einschlafen vergegenwärtigt:

Hierbei schläft er noch nicht - es ist ein Zustand zwischen Schlafen und Wachen. Im Schlafzustand läßt sich dagegen ein langwelliges EEG nachweisen.

Für die medizinische Hypnose wird das in der Zahnmedizin und auch vor chirurgischen Eingriffen Ignorieren äußerer Reize genutzt, um Ängste und das Schmerzempfinden herabzusetzen.

In der Psychotherapie werden durch Hypnose mittels indirekter Suggestionen Suchprozesse des Patienten selbst eingeleitet, die den Patienten zu seinen eigenen Stärken und Ressourcen führen sollen.

 

Selbsthypnose und Autosuggestion zur Entspannung:

AUTOGENES TRAINING

Entspannungsformen wie Autogenes Training und Meditation machen sich das Wissen und die Wirkungen der Hypnose zu Eigen. Vorteil für einen jeden Anwender ist hierbei, daß keine außenstehende Person die Suggestion leitet, sondern daß man selbst den Verlauf der Eigenhypnose beeinflussen kann. Zu vergegenwärtigen ist hierbei noch mal die Herbeiführung des Alphazustandes*.

Gelingt es dem Patienten - möglicherweise nach anfänglicher Anleitung durch einen erfahrenen Therapeuten - sich selbst in einen Trancezustand zu versetzen, hat er die Möglichkeit, die Kontrolle über sich und den Zustand zu erlangen. Die Angst der Fremdkontrolle kann wegfallen und somit auch die Möglichkeit geschaffen werden, eine Hypnosesitzung auch durch eine andere Person durchführen zu lassen ohne die Angst vor dem Verlust der Selbstkontrolle.

 

Um sich völlig zu entspannen, genügt es nicht, daß Sie sich einfach hinsetzen und die Augen schließen. Sie können sich aber in einen dem Tiefschlaf ähnlichen Zustand versetzen, z.B. durch Hypnose oder durch Autogenes Training, und so  den Alpha-Zustand erreichen. Als Alpha-Zustand bezeichnen die Mediziner eine bestimmte Breite der Hirnströme. Gefährlich ist der Alpha-Zustand nicht, denn Sie können sich jederzeit wecken.

*Der Alphazustand = Ruhe und Entspannung

 

Urs Schweizer

Dipl. Hypnose/ NLP u. AT-Trainer IATH